Beginn der Proben für das 2. Tanzstück

Am 3. Juli haben wir mit den Proben für unser neues Tanzstück begonnen, zunächst in der Gesamtgruppe, dann in kleinen Konstellationen. 
Da wir unser Ensemble nach der Audition um drei! Tänzer ergänzt haben, waren nun einige neue Gesichter dabei, was den Prozess für uns noch spannender gestaltet hat. 
An dieser Stelle sei übrigens bereits darauf hingewiesen, dass zu allen Tänzern und sonstigen am Stück Beteiligten bald ausführliche Informationen auf unserem Blog erscheinen werden. So bekommt ihr nicht nur alle notwendigen Informationen zu den neuen Tänzern, sondern zu uns allen, und könnt euch ein noch besseres Bild machen. 
Aber weiter zu den Proben: Es war spannend und schön gleichzeitig, zu sehen, wie schnell alle als Gruppe zusammengewachsen sind. Von Anfang an herrschte eine große Achtsamkeit untereinander. Wir haben viel experimentiert, haben uns in der Gesamt- und in Kleingruppen ausprobiert und so ein großes Vertrauen zueinander aufgebaut. Für Ricarda etwa, die im Rollstuhl sitzt, war es zunächst nicht einfach, sich mit Eiji auf einen neuen und zunächst völlig unbekannten Partner einzulassen, der sie hochhob, drehte, durch die Luft wirbelte. Doch Zeit und die Freude daran, gemeinsam etwas zu entwickeln, ließen jegliche Unsicherheit schnell vergehen.

 Um uns auf unser neues Stück optimal vorzubereiten, waren wir nicht nur im Tanzraum anzutreffen, sondern im Rahmen von Exkursionen auch anderweitig unterwegs. Wir besuchten eine Plastikflaschen-Recycling-Fabrik, um so mehr über die Entstehung und Weiterverarbeitung dieses Materials zu erfahren, beschäftigten uns auf dem Braunberg im Schwarzwald mit Yoga und Meditation und machten auf dem Mundenhof in Freiburg Experimente zum Thema Natur und Sinne.
Voll neuer Eindrücke kehrten wir nach jeder Exkursion in den Tanzraum zurück, probierten aus und setzten um, was wir über uns, über andere und anderes gelernt hatten. Wir experimentierten mit Raum- und Sinneswahrnehmung, meditierten zu Beginn und Ende jedes Trainingstages, beschäftigten uns mit unseren Körpern, mit Muskulatur und Faszien.

Diese erste Probenphase ist nun zu Ende, im September geht es frisch und ausgeruht weiter. Es war eine inspirierende, wundervolle Zeit, ebenso anstrengend wie anregend, und wir können sagen, dass das zweite Stück der KALA trilogie immer klarere Formen annimmt. Wir freuen uns schon jetzt darauf, es bald mit euch allen teilen zu können. Bis dahin halten wir euch hier mit weiteren Infos und Fotos auf dem Laufenden. Schaut doch mal in unserer Galerie vorbei ...


Auftritt bei Hamburger Festival 

 

Moin moin alle miteinander. Uns hat sich eine wunderbare Möglichkeit eröffnet: Im Juli fahren wir nach Hamburg, um dort an dem ersten professionellen mixed-abled Festival, dem AusSicht Festival teilzunehmen. Veranstalter ist das monsun.theater.
Es haben sich Produktionen und Kompanien aus ganz Europa beworben, um hier teilnehmen zu können. SZENE 2WEI ist mit TARUN, dem ersten Teil der KALA trilogie, dabei. Wir werden am 14.7. um 21 Uhr auftreten und zudem die Möglichkeit haben, uns mit interessanten und engagierten Teilnehmern, Künstlern und natürlich mit den Zuschauern auszutauschen. Eine Plattform wie diese bietet die besten Bedingungen, auf authentische und kreative Weise Grenzen zu überwinden. Wir freuen uns sehr, ein Teil davon sein zu dürfen! 

Hier der Veranstaltungs-Link für weitere Informationen:
http://www.monsuntheater.de/programm/2017/extras/aussicht_tarun.html

 


AUDITION am 6. Mai 2017 in Lahr

Am vergangenen Samstag haben wir unsere erste Audition veranstaltet, ein Vortanzen, um neue Tänzer für unser nächstes Tanzstück zu finden. Schon im Vorfeld kam viel Arbeit – im absolut positiven Sinne – auf uns zu, denn es waren unglaubliche 84! Bewerbungen bei uns eingegangen. Aus so vielen begabten und motivierten Menschen  diejenigen auszuwählen, die bei der Audition dabei sein sollten, war nicht einfach. Trotzdem haben wir uns schließlich für eine überschaubare Gruppe entschieden, die am Samstag um 12 Uhr in unserem Tanzraum in Lahr zusammenkam.

Ricarda, Jörg, Matthieu und Deborah, die bereits Teil unseres Ensembles sind (Ricarda, Jörg und Matthieu kennen einige sicherlich schon vom ersten Tanzstück unserer KALA trilogie, TARUN), waren ebenfalls bei der Audition dabei, da wir sehen wollten, wie die einzelnen Bewerber mit ihnen harmonierten. Nach einem kurzen Kennenlernen und Aufwärmen bewegten sich alle miteinander im Raum, mal in Zweier- oder Dreiergruppen, mal alleine tanzend. Es war uns wichtig, die Audition nicht zu streng und formell zu halten, sondern sie eher wie eine Art Workshop zu gestalten, um eine lockere Atmosphäre zu ermöglichen. Und das gelang absolut.

Schon früh schwante uns, dass die Entscheidung für nur einen oder zwei der Bewerber eine schwere Aufgabe werden würde. Im Prinzip hätte man mit dieser Gruppe, so, wie sie am vergangenen Samstag in unserem Tanzraum zusammenkam, ein Stück machen können. Wir machten Improvisationsübungen mit den Teilnehmern, ließen sie mit Plastikgegenständen experimentieren – denn ja, so viel sei schon verraten, Plastik wird in unserem nächsten Stück eine wichtige Rolle spielen –, teilten sie mit Ricarda, Jörg, Matthieu und Deborah in Zweiergruppen ein und ließen sie in diesen Zweiergruppen schließlich eine kurze Tanzsequenz erarbeiten, in die jede der Gruppen einen Plastikgegenstand einbinden musste. Es kamen wunderbare kleine Aufführungen dabei heraus, auch deshalb, weil in der kurzen Zeit, die die Audition andauerte, in der Gesamtgruppe ein erstaunliches Vertrauen entstanden war. Es gab keinerlei Berührungsängste, keine Scheu. Es war wirklich schön, das mitanzusehen!

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei allen Teilnehmern für diesen großartigen Tag bedanken. Am liebsten würden wir uns für alle entscheiden, auch wenn das leider nicht möglich ist.

 

Natürlich werden wir hier im Blog bald darüber berichten, auf wen unsere Wahl gefallen ist und wer unser Ensemble beim nächsten Tanzstück bereichern wird.

Weitere Fotos unter: https://www.kalatrilogie.com/gallery/